Wissenswertes

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Titanzink

Heute wird im Bauwesen fast ausschließlich Titanzink verwendet: Korrosionsfest, weniger spröde und dadurch mechanisch deutlich belastbarer als reiner Zink ist. Zinkblech wird hauptsächlich zur Dacheindeckung, als Fassadenbehang, für die Dachentwässerung (Regenrinne, Fallrohre), für Abdeckung z.B. von Gesimsen oder Außenfensterbänken oder für Anschlüsse und Dachkehlen eingesetzt.   Es hält über einen sehr langen Zeitraum und muss in dieser Zeit weder gewartet noch repariert werden, bei fachgerechter Verarbeitung.

Für die Dachdeckung werden oft Metallbahnen (Schare) verwendet. Titanzink gibt es in unterschiedlichen Stärken, beträgt jedoch meist        0,7 Millimeter. Blechteile in kleinteiligen Elementen werden meist durch löten verbunden. Bei Dachdeckungen meist durch doppeltes Falzen (Doppelstehfalzdeckung).

Extravagante Ideen lassen sich mit Zinkblech verwirklichen.



Schiefer – die dekorative Deckart

Schiefer ist ein Gestein und entstand durch Sedimentation. Eine Ablagerung von feinem Tonschlamm, vor ca. 400 Millionen Jahren. In dieser Zeit fand ein Prozess aus Überlagerung, Entwässerung, Kompression und Druck statt, was vom sedimentären Lockergestein zum Tonstein führte.  

Das Urgestein Schiefer bietet eine breite Kombinationsvielfalt mit anderen Materialien:

  • mit Metall – zwei Gegensätze in ästhetischer Harmonie 
  • mit Holz – im Einklang mit der Natur
  • mit Naturstein – der mediterrane Stil
  • mit Mauerwerk – klassische Kombination
  • mit Putz – klare Linien und starke Kontraste
  • mit Dachpfannen – filigrane Details ganz groß
  • mit Schiefer  sanieren – Rückbesinnung auf das natürliche Material

Viele Möglichkeiten, dem Haus eine Persönlichkeit und individuelle Note zu verleihen. Vielseitig und überzeugend anders.





Dachziegel oder Dachstein

Heute gibt es für das moderne Steildach eine Vielzahl von Materialien, die sich zur Dacheindeckung eignen und bewährt haben. Der  Tonziegel nimmt dabei nach wie vor eine besondere Stellung ein. Sie liegt unangefochten mit an der Spitze der Dachbaustoffe, wegen der Lebensdauer. Eventuelle Schäden sind meist mit dem Austausch einzelner Ziegel behoben. Dachziegel und Dachstein unterscheiden sich hauptsächlich in Material und Herstellung. Die Dachziegel wird aus Ton und Lehm gebrannt. Dabei kann es zu Verformungen kommen, von daher muss die Form eines Dachziegels mehrmals geprüft werden. Dachsteine werden aus Beton gefertigt und verändern ihre Form beim Herstellungs-prozess nicht.

Neben der Eindeckung mit Dachziegeln oder Dachsteinen, werden auch Bitumendachschindel, Holzdachschindel und Metalldachpfannen oder Metalldächer verarbeitet. 





Blei

Blei wurde bereits in den Schriften des Alten Testaments erwähnt und zählt von daher zu den dem Menschen am längsten bekannten Metallen. Bereits im Altertum wurden Wasserrohre  mit Blei überzogen, um diese vor Korrision zu schützen.

Korrosionsbeständig durch das Edelrost Patina

Auf frisch zugeschnittenen Bleiblechen bildet sich unter Einwirken von Luft zuerst ein Oxidfilm. Durch weitere Reaktionen bildet sich dann Bleikarbonat, der sogenannten Patina. Diese haftet fest und ist bei normaler Luftfeuchtigkeit unlöslich. Der Edelrost - Patina -übernimmt eine Schutzfunktion für das Metall, die im Laufe der Jahre immer wirksamer wird.

Formbar

Blei kann im kalten Zustand in jede Form gebracht werden. Durch treiben und börteln passt sich das Metall den Gegebenheiten an. Dieser enge Kontakt bleibt mit den geeigneten Befestigungsmethoden selbst dann erhalten, wenn der Wetterangriff besonders stark ist.

Sehenswert

Star Architekt Renzo Piano wählte das Metall Blei für die Gestaltung des Auditoriums Parco della Musica in Rom. Die Blei-Außenhülle des Auditoriums schirmt das Innere vor Lärm und Strahlung, zugleich können keine Handysignale nach innen eintreten. Beeindruckend die Vereinigung von traditionellen Baumaterialien, zeitgemäßer Architektur und Handwerkskunst.




Aluminium für Dach und Fassade

 

Der metallische Baustoff steht schon seit Jahren in Produktion und Verbrauch an der Spitze. Die erste Anwendung (1897) von Aluminium-Blech als Dachhaut erfolgte für die Kuppeln der Kirche San Gioccino in Rom. Obwohl die damalige Qualität unter der heutigen Normvorschrift liegt, befand sich das Dach bei der letzten Untersuchung vor einigen Jahren noch in sehr gutem Zustand.

Die geringe Dichte (spezifisches Gewicht), aber auch die Möglichkeit zur Herstellung in verschiedenen Härtgraden spricht für leichte Montage und gestattet die Verlegung als freigespannte Dachdeckung oder Wandverkleidung aus profilierten Blechen und Bändern.

Aluminium ist hervorragend beständig gegenüber Einflüsse der Atmosphäre. Die graugetönte dichte Oxidhaut verstärkt sich im Laufe der Zeit, wodurch die Schutzwirkung noch erhöht wird.

Die leichte Verarbeitung im weichen Zustand bietet eine gute Anpassung an gekrümmte Dach- und Wandflächen . Aus Gestaltungsgründen wird häufig ein beschichtetes Farbaluminium in Falzqualität für Dach und Fassade eingesetzt. Diese Beschichtungssysteme sind u.a. UV-, farb-, erosionsbeständig und schützt vor Auskreidung.